Rehhag Gruben AG

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Das Projekt, die Planung Rehhag

Die Planung Rehhag bezweckt die Auffüllung der ehemaligen Tongrube Rehhag mit sauberem Aushub und allenfalls mit Inertstoffen (Volksabstimmung). Zur Kompensation der Naturwerte, welche mit der Auffüllung verloren gehen, soll ein ca. 11 ha grosses Naturschutzareal geschaffen werden. Gleichzeitig soll dem Bedürfnis der Quartierbevölkerung nach Freizeit- und Erholungsnutzung in Stadtnähe Rechnung getragen werden. Für das Betriebsareal der ehemaligen Ziegelei soll eine grundeigentümerverbindliche Regelung für die zukünftige Nutzung und Gestaltung getroffen werden.
 
Die Planung Rehhag setzt sich zusammen aus der Überbauungsordnung (UeO), der Zonenplanänderung sowie dem Baugesuch für die Auffüllung mit sauberem Aushub. Das Verfahren für die beiden Planungsinstrumente soll zeitlich koordiniert werden. Sofern gegen den Zonenplan Beschwerden erhoben werden, wird gestützt auf die UeO mit der Ablagerung von sauberem Aushub begonnen.





die Natur

Ziel des Naturschutzkonzeptes
Das Naturschutzkonzept bezweckt, die ökologisch negativen Auswirkungen auf den hohen ökolo-gischen Wert zu minimieren und das aktuelle Naturpotenzial der Tongrube zu erhalten. Im 11 ha grossen Naturschutzgebiet entstehen qualitativ hochwertige neue Lebensräume, die miteinander vernetzt werden. Mit der Regelung von Schutz und Unterhalt ist eine langfristige Sicherstellung der vorwiegend pionierartigen Lebensräume angestrebt. Ziel ist, durch die Integration der Ersatzmassnahmen ausserhalb des Auffüllungsbereichs in die bestehenden und laufenden Landschaftsplanungen die Amphibienpopulationen und der grosse ökologische Wert im Berner Westen zu erhalten.

Durch ihre grosse Vielfalt an Naturraum in der Nähe der Stadt Bern kommt der Tongrube Rehhag auch eine grosse Bedeutung als Anschauungs- und Lehrobjekt zu. Sie soll aber zum Schutz der Naturwerte nicht permanent und überall öffentlich zugänglich sein. Im Rahmen von betreuten Anlässen oder anhand geschickter Besucherlenkung kann die Natur in der Grube erlebt werden. Die Attraktivität der Grube soll nach der naturgerechten Auffüllung und Gestaltung für Anwohner und Erholungssuchende erhalten bleiben und so zur Lebensqualität im Westen Berns beitragen.

Dieses Konzept schafft den Rahmen und setzt die Randbedingungen für die Naturschutzrekultivierung. Im Laufe der Weiterbearbeitung dieses Projektes werden Detailplanungen zu den einzelnen Massnahmen erstellt. Wesentlich sind die ökologische Begleitung aller Auffüllungsarbeiten und eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden sowie den Schutzorganisationen.




das Gewerbe

 
Nach erfolgter Rückfüllung dient ein kleinerer Teil des ehemaligen Grubenareals als Betriebsareals für gewerbliche Nutzung. Die übrige Fläche des Vorhabens von über 100'000m² wird als Naturschutzareal mit Bereichen für eine extensive Erholungsnutzung rekultiviert.

Auf dem Betriebsareal der Rehhag AG sind industrielle und gewerbliche Bauten im Sinne von Artikel 23 BO gestattet. Zur Erschliessung des Areals erstellt die Grundeigentümerin unter Aufsicht des Tief-bauamts der Stadt Bern und gemäss den Normalien der Stadt Bern eine neue Zufahrtsstrasse samt Fussweg und Baumpflanzungen ab Bauhaus-Kreisel gemäss Detailerschliessungsplan Nr. 1317/6 vom 11. Juni 2009).

Durch das Inkrafttreten der neuen Überbauungsordnung wird die rechtliche Grundlage geschaffen, dass 30 bis 50 neue  Arbeitsplätze in Bern geschaffen werden können.




der öffentliche Erholungsraum

Die Attraktivität der Grube soll nach der naturgerechten Auffüllung und Gestaltung für Anwohner und Erholungssuchende erhalten bleiben und so zur Lebensqualität im Westen Berns beitragen. Entlang der Grenze zum Betriebsareal besteht im Naturschutzareal eine Pufferzone, in welcher ein Weg für die Erholungsnutzung und ein Weg (nicht öffentlich) für Pflege, Unterhalt und landwirtschaftliche Nutzung sowie der Entwässerungsgraben verlaufen.

Die Aspekte der Folgenutzung als Naturschutzareal und öffentlicher Erholungsraum werden von Stadtgrün Bern und ihren beauftragten Spezialisten, der Koordinationsstelle für Amphibien- und Reptilienschutz in der Schweiz (KARCH) und dem Büro Weber + Brönnimann, Bern, in das Projekt eingebracht. Die planerische Koordination liegt beim Stadtplanungsamt.





die Rekultivierung

Die Rückfüllung erfolgt in einer ersten Etappe primär mit dem abgetragenen Material aus der Umgestaltung des Schafhogers zu einem Biotop und aus dem Hanganschnitt für die Grubenerschliessung. Nachfolgend wird das restliche Grubenvolumen mit zugeführtem unverschmutztem Aushub verfüllt: westlich des Betriebsareals bis auf die definitive Geländegestaltung, nördlich des Betriebsareals rund auf Kote 573 m ü.M. Es wird davon ausgegangen, dass die Rückfüllungs- und Rekultivierungsarbeiten etwa 10 - 12 Jahre dauern. Ein kleinerer Teil der Rückfüllung wird zur Nutzung als Betriebsareal fertiggestellt. Die übrige Fläche des Vorhabens wird als Naturschutzareal mit Bereichen für eine extensive Erholungsnutzung rekultiviert.

Möglichkeiten zur Ablagerung von Aushub und Inerstoffen sind in der Region Bern sehr begrenzt. Die Grube Rehhag ist ein geeigneter Ablagerungsstandort, dessen Aufnahmekapazität aus kantonalem Interesse ausgeschöpft werden soll. Die öffentlichen und gewerblichen Interessen betreffen die Wiederherstellung und Nachnutzung eines Privatgrundstückes. Die Stadt Bern wird nach der Auffüllung, unterstützt durch Bund und Kanton, für den Unterhalt der neu geschaffenen Naturschutz- und Erholungsräume verantwortlich sein. Ein Kosten-Nutzen-Optimum des Unterhalts wird angestrebt.



Januar 2015
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